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Shadows Of Ourselves

'Shadows Of Ourselves' • Visuals & Performance
 
Media hack at the Volksoper in Vienna.
 
At the moment, an abstract of this work exists only in german language.
 
 
Eine Veranstaltung der Volksoper Wien in Kooperation mit FM4 und CNTRCPY™
 
Anfang des Jahres 2003 hat der Radiosender FM4 und die Volksoper Wien zu einem Remix-Contest aufgerufen, in dem Symphonien des Komponisten Antonin Dvorák elektronisch bearbeitet werden sollten. Aus den über 100 Einsendungen wurden im März 2003 neun Stücke selektiert.

Am 30.Mai 2003 wird die Medienkünstlergruppe CNTRCPY™ in der Wiener Volksoper einen Abend inszenieren, an dem diese neun Stücke vorgestellt und visuell umgesetzt werden.

CNTRCPY™ möchte bei dieser Veranstaltung 'Visuals' außerhalb des üblichen Club-Kontexts präsentieren. Es gibt bei herkömmlichen Produktionen meist keine inhaltlichen Zusammenhänge zwischen Bild und Ton, es wird von der Musik unnötig abgelenkt und die bewegten Bilder hängen wie deplazierte Gemälde an der Wand.

Gibt es noch Live-Musik ohne Visuals?
Die Veranstalter fördern zur Zeit eine Kultur, in der es nahezu unmöglich gemacht wird Musik außerhalb der klassischen Konzertsaal-Situation zu hören, ohne dabei an einer Reizüberflutung willkürlich zusammengewürfelter, sinnlos gestalteter Bilderströme zu erblinden. Das oberste Gebot scheint 'Bewegtes Bild' zu sein, um jeden Preis und ohne Rücksicht auf Qualität.

Auch Kritikbereitschaft von Seiten des Publikums ist kaum vorhanden. Es ist leichter sich von Beliebigkeitsbildern berieseln zu lassen als Neues, Unerprobtes oder Gehaltvolleres zu fordern - wenn man schon nicht in der Lage ist sich den 'Musikparasiten' gezielt zu widersetzen.

CNTRCPY™ geht es jedoch nicht allein um ein Aufzeigen von Mißständen. Wir sind bei dieser Produktion - wie bei anderen Arbeiten auch - vielmehr darum bemüht, analytisch an die Aufgabenstellung heranzutreten. Es werden einzelne Punkte auf ihre Kernaussagen reduziert und die Essenz wird verstärkt zum Inhaltsträger und zum eigentlichen Thema gemacht.
Kritik wird nicht der Kritik wegen angewandt, sondern um wachzurütteln, hinzuweisen, und vor allem um sinnvolle Alternativen aufzuzeigen.

Des Weiteren wird sich die Gruppe CNTRCPY™ an diesem Abend inhaltlich der Frage widmen warum sich Künstler an derartigen Arbeiten überhaupt beteiligen - obwohl sie dafür nicht bezahlt werden.
Es stellt sich einmal mehr die Frage zwischen den Nachteilen der Ausbeutung und dem Vorteil von Medienpräsenz.
 
[2003]
 
 
Performed at:
Volksoper • Vienna • Austria
 
 
Performed by:
CNTRCPY™
Konstantin Demblin • Rainer Prohaska • Martin Sägmüller
 
Konzept, Idee & Produktionsleitung: Gerald C. Stocker
Inszenierung & Visualisierung: CNTRCPY™
Soundbits: Erdem Tunakan & Stefan Strobl
Jury: Liz King & Sebastian Schlachter & Erdem Tunakan
Technische Gesamtleitung: Friedemann Klappert
Technische Einrichtung: Andreas Tuschl
Beleuchtung: Frank Sobotta
Tontechnik: Martin Lukesch
Inspizient: Michael Weber